Ende 2012 brachte der finnische Pulsuhr Hersteller Polar die RC3 GPS auf den Markt. Sie konnte man damals für ca 280 Euro kaufen. Das neue an der Polar RC3  war, das die GPS Einheit in der Uhr verbaut war. Es war also nicht mehr nötig eine extra GPS Einheit am Körper zu tragen.

 

Damit reagierte Polar auf seine Konkurrenten Garmin und Suunto die dieses Prinzip schon länger bei ihren Sportuhren eingeführt haben. Laut Hersteller entwickelten sie diese Uhr „Für Hobbyläufer und Radsportler, die eine Pulsuhr kaufen möchten, die eine integrierte GPS-Funktion mit smarter Trainingssteuerung hat.“ Im folgenden Test habe ich für euch die Polar RC3 einmal genauer unter die Lupe genommen.

 

Die Optik der Polar RC3 GPS im Test

 

Polar RC3 Pulsuhr GPS im Test

Die Polar RC3 Pulsuhr verfügt über ein relativ großes Display mit ca. 144 x 168 Pixel. Trotz der integrierten GPS Einheit in dem Uhrengehäuse ist sie mit ca. 13 mm relativ flach. Das ist für den Tragekomfort sehr vorteilhaft, und das habe ich bei manch einem anderen Pulsmesser schon klobiger gesehen. Die Verarbeitung ist sehr exakt und sauber.

 

Das Armband ist recht weich und lässt sich an das Handgelenk sehr gut anpassen. Die Daten der Polar RC3 lassen sich dank dem relativ großen Display sehr gut ablesen und eignet sich somit auch für Sportler mit leichter Sehschwäche, die aber auf Kontaktlinsen beim Sport verzichten wollen. Beim Laufen konnte ich zwischen 7 Ansichten hin und her schalten. Für jede Situation war die passende Ansicht für mich dabei. (Tempotraining, Intervall, Rennen)

 

Polar RC3 Pulsuhr im Test

Im Lieferumfang der Polar RC3 GPS ist natürlich auch ein Brustgurt mit dabei. Dieser ist sehr weich und lässt sich auf eine Länge von ca. 65 – 105 cm verstellen. Da er aber sehr elastisch ist lässt er sich mit Sicherheit auch noch bei einem Brustumfang von bis zu 115-120 cm gut tragen.

 

Er soll ja auch eng am Körper anliegen damit das Herzsignal auch gut übertragen wird. Die Sendeeinheit wird mit  zwei Druckknöpfen an dem Soft Gurt fixiert.

 

Viele Läufer haben die Erfahrung gemacht, das wenn man die Sendeeinheit vom Brustgurt entfernt, die Lebenszeit der Batterie um einiges länger ist. Ich kann diese Erfahrung allerdings nicht teilen. Meine Freundin und ich wir hatten diese Modell fast ein Jahr gemeinsam zum Training hergenommen.

 

Sie hat die Sendeeinheit jedes mal nach dem Training entfernt ich nicht. Wir hatten ungefähr den gleichen Batterie-Verschleiß. Vorteil der Polar RC3 ist aber auf alle Fälle, das die Batterie schnell und einfach von dem Brustgurt ausgetauscht werden kann. Sie kosten auch nicht viel.

 

Die Polar RC3 Pulsuhr gibt es in 2 Farben. In den Polar Farben natürlich Schwarz/Rot und in dem rechts abgebildeten Orange/Rot. Für Läufer/Läuferinnen mit recht dünnen Unterarmen könnte diese Polar Pulsuhr vielleicht ein wenig zu groß rüberkommen. Ist aber wie immer Ansichtssache.

 

Die Bedienung und Menüführung

 

Der Trainingscomputer Polar RC3 verfügt über fünf Tasten, die je nach Situation verschiedene Funktionen haben können. Eine Light (Licht), Back (Zurück), Start/Ok, Up (Aufsteigend) und Down (Absteigend) Taste. Die 5 Bedienknöpfe sind auch für dickere Finger oder mit Handschuhe sehr gut zu drücken da sie relativ weit auseinander liegen. Die Bedienung ist selbsterklärend und intuitiv.

 

Bei der Anzeige lassen sich 7 verschiedene Datenfelder auswählen die 2- oder 3- reihig auf dem Display dargestellt werden können. Eine Displayanzeige nach eigenen Bedürfnisse wie es bei den meist neueren Pulsuhr Modellen möglich ist, kann bei der Polar RC3 Pulsuhr nicht gemacht werden. Mir haben allerdings die 7 verschiedenen Auswahlfelder leicht ausgereicht.

 

Sportprofil-Einstellungen der Polar RC3

 

Mit der Funktion Sportprofile kannst du deine Trainingseinheit einfach und bequem starten. Die Polar RC3 bietet fünf Sportprofile: eines für Laufen, zwei für Rad fahren und zwei für andere Sportarten. Pass die Einstellungen für deine Sportprofile unter MENÜ > Eingaben > Sportprofile an deine Trainingsanforderungen einfach an. Du kannst beispielsweise die optionalen Sensoren aktivieren, die du für deine Sportart verwenden möchtest. Wenn du dann eine Trainingseinheit mithilfe des Sportprofils startest, erkennt der Trainingscomputer die benötigten Sensoren automatisch.Polar RC3 Pulsuhr Test kaufen, Polar Pulsuhren, Pulsmesser, Sportuhr, Laufuhr

 

Als optionale Sensoren bietet Polar z.B. einen S3+ Laufsensor, CS Rad-Geschwindigkeitssensor W.I.N.D und den CS Rad-Trittfrequenzsensor W.I.N.D an. Über den den Laufsensor läßt sich die Geschwindigkeit, die Schrittlänge und die Trainingsdistanz ermitteln. Das ist aber nur im Fitness Studio nötig sonst kann die RC3 das auch über ihre GPS Daten berechnen.

 

Du kannst die Polar RC3 Pulsuhr auch als Fahrradcomputer hernehmen. Mit dem Rad Geschwindigkeitssensor und dem CS Rad Trittfrequenzsensor lässt sich recht leicht die Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, die Tages und die Gesamtstrecke ermitteln. Diese optionalen Sensoren funktionierten bei mir selber sehr gut.

 

Vorteilhaft natürlich auf der Rolle im Wintertraining. Wobei ich mir heute diese Feature nicht mehr kaufen würde. Denn manch eine Pulsuhr hat diese Features schon implementiert. Außerdem sind sie meiner Meinung nach zu teuer und die Batterien lassen sich nicht mehr austauschen. Nach ein bis zwei Jahren war bei mir Schluß. Kann ich also alleine schon wegen ökologischem Gewissen nicht weiterempfehlen.

 

Online Portal und Datenexport

 

Die Trainingsdaten lassen sich sowohl mit kompatibler Software von Drittanbietern auslesen als auch natürlich mit dem polar eigenen Webportal unter polarpersonaltrainer.com. Dort bekommst du sehr detaillierte Streckendarstellungen über Google Maps, kannst eigene Trainingspläne erstellen, bekommst auf dich zugeschnittene Trainingsvorschläge und vieles mehr.

 

Die Anzeige der Trainingsbelastung zeigt dir an wie lange nach einem harten Training du auf eine weitere Einheit verzichten solltest oder nur eine sehr leichte Einheit machen solltest.

 

Das Auslesen der Daten erfolgt bei der Polar RC3 Pulsuhr über den mitgelieferten Micro-USB Anschluß. Der Vorteil, das es über einen USB Anschluss läuft, ist sicherlich der schnelle und stabile Datentransport. Der Nachteil ist aber das genau deswegen diese Pulsuhr nur Spritzwasser geschützt ist, aber nicht wie so viele andere Multi Sportuhren bis mindestens 30 Meter wasserdicht.

 

Das heißt sie ist für Schwimmer oder Triathleten ungeeignet. Aus meiner Praxis kann ich sagen, das Regen, Schnee und auch mal eine unabsichtliche Dusche der Polar RC3 nichts ausgemacht haben, aber zum Schwimmen habe ich sie immer abgelegt. Da gibt es einfach bessere Pulsmesser.

 

Die Funktionen der Polar RC3 GPS

 

Natürlich hat die Polar RC3 Pulsuhr bei diesem Preis auch einiges an Funktionen zu bieten. Neben den Basics wie Uhrzeit, Stoppur, Alarm und Schlummerfunktion, Datums und Wochenanzeige können mit ihr auch noch folgende Daten ausgewertet werden.

➡ Geschwindigkeit, Pace

➡ Herzfrequenz, Pulsmessung in Verbindung mit einem Soft Brustgurt

➡ GPS und Distanz

➡ Auto Pause, Rundenanzeige, Intervalltraining

➡ Höhenmessung per GPS (seit einem Update Mitte 2013)

➡ Zurück zu Start Funktion

 

Smart-Coaching Funktionen

 

Mit der RC3 GPS begann Polar auch in den Smart Coaching Bereich einzusteigen. Der 5 minütige Fitness Test ist mir auch schon aus dem Vorgänger Model der RCX3 bekannt gewesen. Ein Fitness Test der im Liegen stattfindet ist immer was tolles.

 

Habe ich anfangs regelmäßig einmal am Wochenende vor einem langen Lauf gemacht. Du solltest am Tag davor weder geraucht oder getrunken haben. (Ok, manchmal war der Test nicht so aufschlussreich). Aber durch den Fitness Test konnte ich sehr gut die Fortschritte auf z.B. einen Halbmarathon Start verfolgen.

 

Durch den Running Index bekommst du gleich nach deiner Trainingseinheit ein Feedback wie deine Laufleistung im Vergleich zu einem anderen Lauf zum Beispiel war. Natürlich zeigt sie auch den Kalorienverbrauch an und motiviert dich wenn du eine bestimmte Anzahl von Kilometer oder Stunden gelaufen bist. Ebenso zählt die Polar RC3 für dich die Tage rückwärts mit wenn du ein Laufevent in dem Polar Webportal eingegeben hast.

 

 

GPS Signal und Akkuleistung vom Polar RC3 im Test

 

Viele Hersteller haben als Richtmarke bei der GPS Genauigkeit von +/- 2 %. Ich bin mit der Polar RC3 mehrere genau vermessene Läufe gelaufen und kann sagen das die Abweichung nie mehr als 1 % betragen hat. Das ist Spitzenklasse. Der GPS Empfang war im Großen und Ganzen immer sehr gut. Nur einmal, gerade bei meinem ersten Halbmarathon hat mich die Pulsuhr im Stich gelassen.

 

Das Wetter war mehr als schlecht und ich hatte den ganzen Lauf über kein GPS Signal. Zum Glück war das das einzige mal. Sonst hat es immer recht gut funktioniert. Meistens war das Signal innerhalb von 30-40 Sekunden da und ist auch nicht mehr abgebrochen.

 

Eine absolute Stärke von der Polar RC3 ist die sehr gute Akkuleistung. Gegenüber der Konkurrenz  im gleichen Preissegment schneidet diese Pulsuhr am besten ab. Die Batterielaufzeit ist mir 12 Stunden bei eingeschaltetem GPS Signal schon sehr lang. Da könnten die anderen Uhren sich mal ein Beispiel an der RC3 nehmen. Die Akkulaufzeit im normalen Uhr Modus ist mit 6 Wochen ähnlich wie die der anderen Pulsuhren.

 

 

Mein Fazit:

 

Wie weiter oben schon mal geschrieben, hatte ich die Polar RC3 über ein Jahr als Trainingspartner. Ich war mit dieser Pulsuhr sehr zufrieden. Die Funktionen waren sehr gut zu bedienen, die Akkuleistung war ein Traum. Sie war (bis auf einmal) sehr zuverlässig.

 

Sie ist natürlich nichts für Schwimmer da sie nicht wasserdicht sondern nur spritzwassergeschützt ist. Ganz besonders gut fand ich immer die Zurück zum Start Funktion, die ich immer im Urlaub gut gebrauchen konnte. Von daher bereue ich nicht sie mir damals gekauft zu haben.

 

Trotzdem im Vergleich zur Konkurrenz hat sie es im mittleren Preissegment schwer sich zu behaupten. Es gibt mittlerweile sehr gute Alternativen zu kaufen, wie z.B. die Polar M400 oder oder die Garmin Forerunner 220. Aber da muss sich jeder Läufer bzw. Läuferin selber die Frage stellen welche Optik und Funktionen ihm am meisten zusagen.

 

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Bildquelle: Amazon, Fotolia, Polar, Garmin und TomTom

 

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